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Neuer Hape-Kerkeling-Kinofilm: Finowkanal und Niederoderbruch als Motiv für die Niederlande des 17. Jahrhunderts
Was für ein unvergessliches Erlebnis für unseren Verein! Am Donnerstag, den 15. Oktober 2026, verwandelte sich Niederfinow in eine historische Filmkulisse von beeindruckender Authentizität. Für die große Kinoverfilmung des autobiografischen Bestsellers "Gebt mir etwas Zeit" von Hape Kerkeling machte die UFA Fiction Station im Niederoderbruch - und mittendrin war ein starkes Team unseres Vereins "Unser Finowkanal e.V."!
Gedreht wurden vor Ort sowohl Szenen auf dem Friedhof in Niederfinow, die in der Neuzeit spielen, als auch aufwendige historische Sequenzen auf dem Wasser, die das Kinopublikum in die Niederlande des frühen 17. Jahrhunderts entführen. Im Zentrum der Wasser-Dreharbeiten stand die Reise von Kerkelings Vorfahr Barend, der im Jahr 1620 mit einem Treidelschiff über die holländischen Kanäle fährt.
Voller Einsatz vor und hinter der Kamera: Von historischen Schiffern bis zur Logistik mit der "Funtensee"
Für diese besonderen Aufnahmen kam der historische Kaffenkahn "Concordia" zum Einsatz, den viele bereits von unserem jährlichen Niederfinower Treidelfest kennen. Da es sich bei dem Schiff ohnehin um einen originalgetreuen Nachbau aus jener Epoche handelt, musste das Szenenbild-Team den Kahn lediglich mit historischen Requisiten wie Holzfässern, Jutesäcken, Flechtkörben und schwerem Tauwerk in das Jahr 1620 zurückversetzen.
Unseren Vereinsmitgliedern kam an diesem Tag gleich eine doppelte Schlüsselrolle zu: Sie stellten die komplette historische Schiffsmannschaft. In originalgetreue Gewänder des 17. Jahrhunderts gehüllt, verwandelten sich unsere Mitglieder Frank Schneider, Volkmar Ritter und Jan Schiffel in holländische Binnenschiffer und sorgten vor der Kamera für ein täuschend echtes Bild vergangener Zeiten. Weitere Vereinsmitglieder ermöglichten durch ihren unermüdlichen Einsatz im Hintergrund, dass die Dreharbeiten auf dem Wasser möglich wurden: Mit unserem historischen Salonboot "Funtensee" begleiteten wir die "Concordia" als Beiboot und unterstützten die Logistik und Arbeit der Filmcrew auf dem Kanal. Gemeinsam mit einem speziellen Kameraboot, zwei Kamerateams sowie einer Hightech-Drohne entstanden so spektakuläre Aufnahmen zu Wasser, zu Lande und aus der Luft.
Niederfinow als perfektes Double für die Niederlande
Dass nicht nur das Treidelschiff dem holländischen Original ähnelt, sondern auch die weite Deich- und Auenlandschaft des Niederoderbruchs sofort an die Niederlande erinnert, ist kein Zufall: Bei der Trockenlegung des Oderbruchs im 18. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen waren maßgeblich holländische Fachleute beteiligt, deren wasserbauliches Erbe unsere Region bis heute sichtbar prägt.
Über den gelungenen Drehtag und die besondere Atmosphäre vor Ort freut sich auch unser Schatzmeister Jan Mönikes, der zugleich als Geschäftsführer der SHW Tourismus- und Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Niederfinow mbH die benötigten Flächen vor Ort zur Verfügung stellte und die Zusammenarbeit mit der UFA managte:
"Auch wenn wir hier natürlich nicht in den Niederlanden sind, gibt es in Europa wohl kaum einen anderen Ort, an dem man über 400 Jahre Geschichte der Binnenschifffahrt auf so engem Raum erleben kann wie in Niederfinow. Das Zusammenspiel aus dem über 400 Jahre alten Finowkanal, dem ältesten noch arbeitenden und dem modernsten Schiffshebewerk Deutschlands sowie der wunderbaren Natur des Niederoderbruchs bietet eine absolut einmalige Kulisse. Das Beste daran ist: Man muss nicht bis zum Kinostart warten, sondern kann die Faszination des Finowkanals jeden Tag live erleben - und das historische Treideln natürlich wieder ganz groß bei unserem nächsten Treidelfest am ersten Juli-Wochenende 2027 selbst erleben."
Ein herzliches Dankeschön an alle Partner und Unterstützer!
Ein solches Großprojekt auf und am Wasser gelingt nur, wenn viele engagierte Partner Hand in Hand arbeiten. Unser ganz herzlicher Dank gilt daher:
- Unseren engagierten Vereinsmitgliedern, die mit enormem Herzblut als Komparsen auf der "Concordia" und als Crew auf der "Funtensee" diesen Drehtag gerockt haben,
- dem Ziegeleipark Mildenberg, der uns den historischen Kaffenkahn "Concordia" für diese besonderen Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat,
- dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) für die konstruktive Unterstützung und unkomplizierte Genehmigung der Dreharbeiten auf der dem Finowkanal,
- dem wunderbaren zwei- und vierbeinigen Team rund um Achim Rensch (Lychener Reit- und Fahrtouristik Muli Rensch), die - genau wie bei unserem jährlichen Treidelfest - in historischen Kostümen und mit ihrer geduldigen Kraft das Treideln überhaupt erst ermöglichen,
- und natürlich dem gesamten Team der UFA Fiction unter der Regie von Katja von Garnier für die großartige, wertschätzende Atmosphäre am Set! Es war uns eine riesige Freude und Ehre, Teil eines so tollen Filmprojekts zu sein.
Vorfreude auf das Kinojahr 2027
"Gebt mir etwas Zeit" wird als historischer Dreiklang über Liebe, Identität und Freiheit inszeniert. Nach den großen Erfolgen "Der Junge muss an die frische Luft" und "Ich bin dann mal weg" wird auch diese Kerkeling-Adaption von der UFA Fiction (Sebastian Werninger) in Zusammenarbeit mit Feine Filme (Hermann Florin) produziert. Unter der Regie von Katja von Garnier ("Bandits", "Ostwind") und nach dem Drehbuch von Ruth Toma stehen unter anderem Ludwig Simon, Devid Striesow, Ursula Werner und Daniel Drewes vor der Kamera.
Der bundesweite Kinostart im Verleih von Warner Bros. Pictures Germany ist für den 21. Oktober 2027 geplant. Wir zählen schon jetzt die Tage und freuen uns riesig auf die Premiere, wenn unser Finowkanal und die "Concordia" auf der großen Kinoleinwand zu sehen sein werden!
Alle Aufnahmen: © Unser Finowkanal e.V. / Privat
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